Traum im Baum
Robinson Crusoe hatte eins, und auch Bart Simpson zieht sich gerne hierhin zurück: wer hat nicht als Kind von einem Baumhaus geträumt?! Das Leben und Wohnen im Baum ist Thema vieler Märchen und Abenteuergeschichten, von Tarzan über Pippi Langstrumpf bis zum Hollywood-Blockbuster „Avatar“. Eine zusammengenagelte Bretterbude in einem Baum im Garten war für uns Kinder der buchstäbliche Höhepunkt. Ein eigenes Refugium, in das Eltern keinen Zutritt hatten… Natur, Abenteuer… Und auch jetzt, als Erwachsene, sind wir noch fasziniert von diesen kleinen Zufluchtsorten, die ein Sinnbild für Freiheit und Ungezwungenheit sind.
Im Gegensatz zu unserer westlichen Spassgesellschaft werden Baumhäuser auch heute noch von indigenen Völkern Südamerikas, Afrikas, Asiens und in Papua Neuguinea errichtet, um Gefahren und Widrigkeiten am Boden zu entgehen.
Längst ist das Baumhaus vom nostalgischen Sehnsuchtsort zum Gegenstand knallharter Geschäftsinteressen mutiert. Weltweit gibt es Menschen, die sich den Traum vom eigenen Baumhaus erfüllen oder sich professionell mit dem Bau von Baumhäusern befassen. Ein „professionelles“ Baumhaus, in dem man sich dank Wärmedämmung und Doppelverglasung auch bei Frost gerne aufhält, kostet inklusive Montage zwischen 35.000 und 72.000 Euro. Bestens für eine Übernachtung im Sommer geeignet sind aber schon kleine, einschalige Baumhäuser, die es schon ab 5.000 Euro gibt- im Winter kann es dann jedoch ungemütlich kühl werden.
Ein Baumhaus ist viel einfacher zu realisieren, als man häufig denkt; es braucht nicht unbedingt einen großen Baum, denn Baumhäuser können auch auf Beinen oder Stelzen errichtet werden. Außerdem lässt sich ein Baumhaus auch zwischen mehreren Bäumen aufhängen. Wichtig ist dabei, dass die Baumkronen der betreffenden Bäume in etwa vier bis fünf Meter über dem Boden beginnen. Dadurch ist das Baumhaus ausreichend von Laub umgeben und wird so erst zum abgeschotteten Rückzugsort. Zu kleine Jungbäume sind daher als Standort nicht geeignet.
Werkzeuge und Material für den Bau eines Baumhauses gibt es bei BayWa und anderen Baumärkten.
MehrDie Wilde Sau
50° 56′ 44″ nördlicher Breite; 10° 17′ 28″ östlicher Länge
Sie hatte ihn unterlaufen!
Ein harter Ruck, und Balthaßer Rodechr kam auf dem struppigen Rücken des Borstentiers zu sitzen. Mit gesenktem Kopf hatte ihn seine vermeintliche Beute im Schweinsgalopp attackiert. Gottlob, so schoss es Rodechr wie ein Pfeil durch den Kopf, war es eine Bache gewesen, die ihn so unsanft von den Füßen geholt hatte. Ein Eber, mit seinen spitzen Hauern, hätte ihn von oben bis unten aufgeschlitzt; und er, Balthaßer Rodechr, läge nun sterbend im Wald, sein Blut den sandigen Boden verklumpend.
Das Nächste, dass der gleichsam um Fassung wie Orientierung ringende Rodechr auf dem Rücken der Wildsau bemerkt, ist sein Jagdgehilfe. Zitternd vor Anstrengung schwenkt der Mann die schwere Saufeder in Richtung des grotesken Gespanns. Der Spieß schwankt unruhig wie ein Fahnenmast im Wind, als seine Spitze die Sau verfolgt, die ihrerseits panisch den ungebetenen Reiter abschütteln möchte. Das der Spießträger sein volles Körpergewicht in den entscheidenden Stoß legt, ist das Letzte, dass Rochedr sieht, bevor scharfer Schmerz durch seinen Körper zuckt und Blitze vor seinen Augen explodieren…
Airwolf
47° 52′ 60″ nördlicher Breite; 11° 59′ 21″ östlicher Länge
Kennt Ihr noch „Airwolf“, die TV-Serie aus den 80’er Jahren?
MehrArboreum: die Jugendherberge „Urwald Life Camp“ am Hainich
Kurz nach den bayerischen Osterferien verschlägt es uns an den Rand des Nationalparks Hainich in Thüringen. Hier verbringen wir einige Tage in einer Jugendherberge der neuen Generation.
MehrBurgruine Kirnstein im Inntal
47°41’29“ nördlicher Breite, 12°9’14“ östlicher Länge.
Im Gegensatz zur illustren Ruine (Neu-)Falkenstein in Flintsbach und der mächtigen Festung Kufstein, die weithin sichtbar über der Perle Tirols thront, ist die Burgruine Kirnstein das scheue Reh unter den Burgen des Inntals. Zwischen den Gemeinden Flintsbach am Inn und Oberaudorf liegen ihre Reste versteckt im Bergwald auf einem Ausläufer des Wildbarren.
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