Über die neue deutsche Hitze und den Lichtschutzfaktor von Mangfallwasser
Es wird wärmer auf unserer guten alten Erde, prophezeihen Klimatologen schon seit einer Weile. Wenn ich der Aussage vieler Zeitgenossen Glauben schenke, dann sind die Sommer in unserem schönen Freistaat so heiß wie noch nie. Ob das so wirklich zutrifft, kann aber nur die Statistik zeigen. Fest steht, der aktuelle Sommer ist bombig. Wer in diesen Tagen auf dem Mangfalldamm spaziert, dem werden die vielen Badegäste sicherlich nicht entgangen sein. Von unserem Muttergestirn beschienen, suchen sie kurzzeitige Abkühlung und Zerstreuung im flachen Nass. Einige werden sich wieder an den Jahrhundertsommer von 2003 zurückerinnern. Durch die lange Kälte und den Regen im Frühjahr geplagt, gilt es nun die lästige Hitze zu überstehen. Ein Umstand der vielen Deutschen Unbehagen bereitet. Mal ehrlich, 25 Grad hätten doch auch gereicht. Wir Deutschen tun uns schwer mit diesen neuen Wetterverhältnissen. Ach was, wir Deutschen tun uns schwer mit allen Wetterverhältnissen. Uns kann man es einfach nicht recht machen. Die Tendenz geht jedenfalls stetig nach oben und das wird sich auch nicht so schnell ändern. Aber seht es mal so. Sollte es in Zukunft wirklich wärmer werden, könnte auch hier bei uns ein mediterraneres Klima imigrieren, und wir sparen uns die Fahrt über den Brenner. Zahlreiche Teutonenbarbeques haben sich ja bereits in der Region etabliert. Der Übergang vom Frühling zum Sommer ist, abgesehen vom kalendarischen Datum, immer sehr fließend. Mein persönlicher Indikator für diesen unscheinbaren Wechsel ist der Geruch von Sonnencreme. Trifft er auf meine Nasenschleimhäute, so stellt sich mein Körper augenblicklich auf den Sommermodus um. Dies hat für mich schon fast evolutionäre Züge. So wie Vögel genau wissen, wann sie gen Norden aufbrechen müssen, sagt mir mein Riechorgan, wann es Zeit ist zu schwitzen. Die willkommene Fühlingswärme wird dann zur unerträglichen Hitzewelle, über die sich bei jeder passenden Gelegenheit zu beschweren nun das Ziel ist. Der künstliche Duft von Zitrone oder Kokos jener Cremes bringt mich auf eine Frage, die ich mir schon oft gestellt habe. Wie hoch ist der Lichtschutzfaktor von Mangfallwasser? Was ich damit meine? Nun, angesichts der zahlreichen Besucher frage ich mich, was da so alles im Wasser schwimmt, das mir so angenehm kühl um die Beine fließt. Was bringt die Mangfall da so alles an menschlichen und tierischen Rückständen mit sich? Sonnencreme, Haare aller Körperregionen und das Resultat so mancher schwacher Blase. Details welche wir alle gerne verdrängen. Durch die große Wassermenge die da aus dem Tegernsee fließt scheinen diese Bestandteile ausreichend verdünnt zu werden. Und tatsächlich ist wohl eher selten Krankheit die Folge nachdem meist unfreiwillig ein Schluck dieses würzigen Sommerweins gekostet wurde. Ob dieses bereits homöopatisch verdünnte Tonikum womöglich sogar zur Stärkung des Immunsystems imstande ist, wie mir schon von einigen erklärt wurde, kann aber getrost bezweifelt werden. Ohnehin überlasse ich die gesundheitliche Einschätzung unserer Wasserqualität lieber den Medizinern. Einmal Mangfallwasser D6 bitte!
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Nachhaltigkeit bei Föhnsturm: einfach mal raus aus dem Kühlschrank und das kleine Blonde ins kühle Nass, wie hier in die Mangfall bei der Grubmühle.
Das wir hier im Dreieck zwischen der Schlossbrauerei Maxlrain, der Gräflichen Brauerei Arco Valley und der Hopf Weißbierbrauerei in Miesbach auf Gerstensaft zurückgreifen, der jenseits des Weißwurstäquators gebraut wurde, möge man uns bitte nachsehen… mea culpa, mea maxima culpa.
P.S.: Leergut & Kronkorken haben wir selbstverfreilich wieder mitgenommen!
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