‚Rigi‘ Irschenberg
47°49’55“ nördlicher Breite, 11°55’17“ östlicher Länge.
Wie die Faust auf’s Auge passt dieses Bild aus dem Juni ’15 zur derzeitigen Wetterlage.
Es entstand unterhalb der 754 Meter hohen Irschenberger Aussicht als Hommage an die Schlierseer Fotografin Barbara Maurer, die dem unscheinbaren Irschenberg ein ganzes Kapitel ihres 2013 erschienenen Bildbandes „Kraftort Alpen“ widmete. Maurer legte dabei den Fokus auf den Ort als solches. Das Panorama, welches der „Rigi Irschenberg“ von seiner Kanzel bietet und das ansonsten die Illustrationen beherrscht, blendete sie völlig aus.
Den Erfolg des Bildbandes, begleitetet von Texten des „Paradealpinisten“-Ehepaares Rosi Mittermeier und Christian Neureuther, erlebte Maurer nicht mehr - sie erlag mit nur 49 Jahren im Dezemeber ’12 einem plötzlichen Herzversagen.
Einen Eindruck verschaffen von Barbara Maurers Fotos könnt Ihr Euch auf Kraftort ALPEN.
Mein Foto entstand übrigens im HDR-Modus der Sony Alpha 5000. Die Systemkamera nimmt beim Auslösen ein unterbelichtetes, ein normal belichtetes und ein überbelichtetes Bild auf, kombiniert die drei Aufnahmen zu einem dynamisch belichteten Foto und speichert es im JPEG-Format. Natürlich kein Vergleich zu den erzielbaren Resultaten mit HDR-Apps wie Aurora HDR und Photomatix, aber auch ohne nachträgliche Bearbeitung ansehnlich.
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47°50’53“ nördlicher Breite, 11°51’26“ östlicher Länge
Wie auf dem sprichwörtlichen Silbertablett präsentiert uns der Seehamer See diese dunkle Geschichte auf seiner spiegelnden Oberfläche.
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47° 49′ 32″ nördlicher Breite; 11° 55′ 11″ östlicher Länge
Dieses Bild wurde aufgenommen an der Wallfahrtskirche St. Marinus und Anianus von Wilparting in der Gemeinde Irschenberg. Es zeigt die Zwiebelspitze der unmittelbar benachbarten Veitskapelle. Der achteckige Sakralbau steht an jener Stelle, wo einst die Eremitage des Missionars Marinus gewesen sein soll. Am 15. November 697 verbrannten marodierende Barbaren den zum Bischof geweihten Eremiten bei lebendigem Leib - Marinus hatte sich standhaft geweigert, ihnen den Weg in bewohnte Gebiete und damit lohnendere Pfründe zu zeigen.
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Nein, es handelt sich bei diesem Wall nicht um eine Rekonstruktion des römischen Bollwerkes der Antike. Auch nicht um das viel diskutierte Bauwerk zum Stopp von Massenmigration und illegaler Einwanderung.
Weder dient die Mauer dazu, barbarische Horden noch eine islamische Invasion aufzuhalten. Die rund 700 Meter lange Lärmschutzwand trennt den Irschenberger Ortsteil Wölkam von der Autobahn A8 - und soll die lärmgeplagten Anwohner vor den Schallemissionen von knapp 85.000 Kraftfahrzeugen schützen, die täglich die Anschlussstelle Irschenberg in beiden Fahrtrichtungen passieren.
Einziger Wehrmutstropfen: der Baugrund für den Lärmschutzwall musste von den Anwohnern unentgeltlich abgetreten werden.
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